Das lernst du in einem Ernährungswissenschaften-Studium

Beim Einkaufen drehst du die Lebensmittel um, um auf die Inhaltsstoffe zu schauen? Du interessierst dich für gesunde Ernährung und in den Naturwissenschaften hast du schon während der Schulzeit geglänzt?

Informier dich in unserem Artikel über das Studium Ernährungswissenschaften und erfahre, warum der Studiengang zu dir passt!

Kurzüberblick – Das Studium Ernährungswissenschaften

Studientyp: Vollzeitstudium, duales Studium möglich
Regelstudienzeit:6 Semester
Abschluss:Bachelor of Science (B.Sc.)
Weiterbildung:Masterstudiengang
Skills:Naturwissenschaften

Das Ernährungswissenschaften-Studium: Zulassung und Studieninhalte

Ernährungswissenschaften (auch Ökotrophologie genannt) ist die Lehre der menschlichen Ernährung. Daher beinhaltet der Studiengang Ernährungswissenschaften sowohl naturwissenschaftliche, medizinische, wirtschaftliche, soziologische als auch psychologische Fächer.

Im Gegensatz zum Ökotrophologie Studium, das eher Ernährung und Gesellschaft eint, ist das Ernährungswissenschaften Studium viel mehr geprägt durch die Naturwissenschaften.

Zulassungsvoraussetzung für Studierende

Um Ernährungswissenschaften zu studieren, musst du in der Regel die allgemeine Hochschulreife, also das Abitur, vorweisen können. An einigen Unis bestimmt zudem der Numerus Clausus (NC) über deine Zulassung: In den letzten Jahren lag der NC für das Studium der Ernährungswissenschaften zwischen 1,6 und 2,0.

Erkundige dich auf Seiten der Universität deiner Wahl nach dem aktuell gültigen NC und weiteren Zulassungsvoraussetzungen.

Studieninhalte: Das erwartet dich im Bachelor Ernährungswissenschaften

Zum Beginn des Studiums stehen vor allem die Grundlagen der naturwissenschaftlichen Fächer auf dem Plan. Für das Grundstudium sind gute Vorkenntnisse in den Fächern Mathe, Physik, Chemie und Biologie aus deiner Schulzeit eine große Hilfe. Zudem erlernst du in den ersten Semestern neben anorganischer und organischer Chemie in der Statistik verschiedene Methoden der Datengewinnung und – analyse. Diese Methoden dienen vor allem zur Erkenntnisgewinnung von Ernährungsgewohnheiten.

Viele Universitäten bieten für Erstsemester Vorkurse in Mathematik an. So hast du kurz vor dem Semesterbeginn die Möglichkeit, deine Kenntnisse in Mathematik aufzufrischen und zu festigen.

Das Ökotrophologie Studium: Studieren im Bereich Gesundheit, Ernährung und Lebensmittel

Lust auf ein Studium im Bereich Gesundheit, Ernährung und Lebensnittel? Im Ökotrophologie Studium konzentrierst du dich auf die natur- und gesellschaftswissenschaftliche Aspekte der Ernährung.

Grundmodule und Kernmodule im Bereich Ernährungswissenschaften

Neben den wissenschaftlichen Kompetenzen wird in dem Studiengang ein hoher Wert auf soziale Kompetenz gelegt. Auf deinem Studienplan stehen daher auch Module aus den Bereichen der Psychologie, Kommunikation und Soziologie.

Weitere Module in diesem Studiengang sind:

  • Lebensmittellehre
  • Humanbiologie (Menschliche Anatomie und Physiologie)
  • Biochemie
  • Grundlagen der Lebensmitteltechnologie / der Lebensmittelverfahrenstechnik
  • Biofunktionalität der Lebensmittel
  • Mikrobiologie und Genetik

An vielen Hochschulen ist ein Praktikum fester Bestandteil des Studiums. Hier kannst du erste praktische Erfahrungen im Bereich Ernährungswissenschaften sammeln. Zudem hilft es dir bei der Entscheidung, dich auf einen Fachbereich und den Schwerpunkt bei den Wahlpflichtmodulen festzulegen.

Ernährungswissenschaften studieren: Der Studienablauf

Jede Hochschule und Universität kann den Studienplan individuell gestalten. Wichtig für dich ist es besonders bei privaten Hochschulen darauf zu achten, welchen Abschluss du bekommst. Nicht an jeder privaten Hochschule gibt es am Ende einen Bachelor of Science.

Grundstudium Ernährungswissenschaften

Im ersten Semester bekommst du die Grundlagen vor allem in den Naturwissenschaften und Statistik gelehrt. Im zweiten Semester wird darauf aufgebaut und die Grundlagen werden auf die Ernährung bezogen. Die Module dafür heißen beispielsweise Lebensmittelwissenschaft und Ernährungslehre.

Höhere Semester im Bereich Ernährungswissenschaften

In den höheren Semestern wirst du die theoretisch erworbenen Grundlagen in Form von Projekten praktisch umsetzen. Zudem kannst du durch die Wahl verschiedener Wahlpflichtmodule Schwerpunkte im Bereich Ernährungswissenschaften setzen. Das dient vor allem dazu, dich optimal auf deinen späteren Wunschberuf vorzubereiten.

Wahlplichtmodule sind bspw. im Bereich von:

  • Beratungspsychologie
  • Sensorik
  • Ernährungsforschung
  • Qualitätsmanagement
  • Parasitologie
  • Marketing und Ernährungswirtschaft
  • Ernährungssoziologie

Dein Studium schließt du am Ende des sechsten Semesters mit der Bachelorarbeit und dem Titel Bachelor of Science (B.Sc.) ab.

Die Regelstudienzeit des Studiengangs beträgt 6 Semester. Erfahrungsberichten zufolge braucht man aber ein Semester länger. Insbesondere für Studenten, die sich ihr Studium durch einen Nebenjob finanzieren, ist die Einhaltung der Regelstudienzeit nur schwer möglich. Also fühl dich durch die Regelstudienzeit nicht unter Druck gesetzt!

Als Ernährungsberater/-in schulst du andere Menschen in der ausgewogenen Ernährung.

Berufswunsch Ernährungsberaterin: Mit dem Studium der Ernährungswissenschaften zum Erfolg
Mögliche Berufswege nach dem Studium: Als Ernährungsberater/-in schulst du andere Menschen in der ausgewogenen Ernährung. (© stock.adobe.com/LIGHTFIELD STUDIOS)

Studium Ernährungswissenschaften: Angebot von Hochschulen und Universitäten

Die Bezeichnungen der einzelnen Studiengänge variieren je nach Hochschule und Universität. Unter den folgenden Studiengängen kannst du dir ein sehr ähnliches Studium vorstellen. Demnach kannst du Folgendes studieren:

Nach dem Bachelorstudium kannst du ein weiterführendes Studium im Fachbereich beginnen und zudem den Master of Science (M.Sc.) beziehungsweise Master of Arts (M.A.) der Ernährungswissenschaften erlangen. Für den Masterabschluss solltest du noch einmal vier Semester beziehungsweise 2 Jahre einplanen.

Duales Studium im Bereich Ernährungswissenschaften

Einige Hochschulen bieten auch ein duales Studium im Bereich Ernährungswissenschaften an. Hier hast du den Vorteil, dass du neben der gelernten Theorie auch die Praxis kennen lernst. Die dualen Studiengänge sind meistens sehr spezialisiert. Diätetik ist ein duales Studium, welches ernährungswissenschaftliche Grundlagen mit medizinischen Inhalten vermischt. Du erlernst dort also, wie du bestimmte Krankheiten über die Ernährung behandelst.

Der Vorteil eines dualen Studiums ist, neben der praktischen Erfahrung, auch das Ausbildungsgehalt, welches du monatlich erhältst. Der Arbeitsaufwand ist jedoch nicht zu unterschätzen. Denn anders als im Vollzeitstudium musst du im dualen Studium nebenbei im Ausbildungsunternehmen arbeiten.

Nach dem abgeschlossenen Studium steht dir die Tür zu verschiedenen Branchen offen. (© stock.adobe.com/smolaw11)

Deine Karrierechancen nach dem Studium Ernährungswissenschaften

Die Frage: „Was braucht man, um Ernährungswissenschaftlerin zu werden?“ haben wir durch die Informationen zum Studienangebot beantwortet. Doch das Berufsfeld nach deinem Abschluss ist sehr vielfältig und dir steht die Tür in verschiedenen Branchen offen.

Was kann ich nach dem Studium Ernährungswissenschaften machen?

Neben der Lebensmittelindustrie, Einrichtungen der Forschung und des Verbraucherschutzes, werden auch in Schulen, Kliniken und Altenheimen stets kompetenten Mitarbeiter und Ernährungsberater gesucht.

Die typische Aufgaben eines Ernährungswissenschaftlers mit Abschluss sind:

  • Qualitätsmanagement
  • Gesundheitsökonomie
  • Ernährungsberatung
  • Diätassistenz
  • Produktentwicklung
  • Tester in der Lebensmittelindustrie / Lebensmittelkontrolleur
  • hauswirtschaftliche Versorgung bei Dienstleistern

Zusätzlich hast du die Möglichkeit, eine Lehrtätigkeit im Fachbereich Ernährung aufzunehmen. Du kannst sowohl an Berufsfachschulen und Universitäten, aber auch bei Hygieneschulungen und der Ernährungsberatung arbeiten und lehren.

Gehalt: Was verdient ein Ernährungswissenschaftler?

Dein Einstiegsgehalt als Ernährungswissenschaftler variiert und hängt von deinem Beruf sowie der Branche ab, für die du dich entscheidest.

Als Einstieg verdienen Ernährungsberater ungefähr 2.500 € brutto pro Monat, in Abteilungen von großen Unternehmen der Lebensmittelindustrie kannst du im Laufe deines Berufslebens mit 6.000 € brutto pro Monat rechnen.


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